REICH  Glasmalerei   Atelier für traditionelle und freie Glasgestaltung

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Was ist Glasmalerei ?
 
Viele kennen die Werke: Kirchenfenster, Wappenscheiben, Bleiverglasungen, usw. aber nur wenige wissen wie Sie entstehen.

Was ist es, dass dieses faszinierende Kunsthandwerk noch heute so viel Bewunderung hervorruft? Die Tatsache, dass dieses ungefähr 1000-jährige Handwerk noch in der selben Technik ausgeführt wird, wie dies unsere Vorfahren getan haben, ist mit ein Grund für diese Erscheinung. Auch die grosse Wertbeständigkeit zeichnet die Glasmalerei gerade in der heutigen schnellebigen Zeit aus.
 
Glasmalerei ist, malen mit farbigem Licht, Das heisst: erst durch das Licht, welches die farbigen Gläser durchdringt, kommen diese Werke zur Geltung.
Wo kann man Gestalten mit Licht? Bekannte Beispiele sind sicher, die Kirchenfenster mit Glasmalereien, in all ihren Variationen.

Warum nicht sonst ein Raum?
Die heutige Architektur, mit dem vielen klaren Glas! Auch hier kann man Akzente setzen. Im Wintergarten z.B.? Irgendwo ein unschöner Ausblick? Die Haustüre? Glas-Trennwände? Der erste Gedanke: Vorhang, Storen. Aber warum nicht Glas? Sie werden staunen was für Effekte Sie erzielen können. Dies gar nicht so viel teurer als etwa Vorhänge oder Lamellen, aber dafür etwas Einzigartiges.

Unser Rohmaterial setzt sich im wesentlichen zusammen aus:
 
 Mundgeblasenem farbigem Echtantikglas;  gefertigt nach altem überliefertem Verfahren, in
 Deutschland und Frankreich.    Dimension der Glastafeln ca. 65x90 cm   (Link zur Glashütte in Deutschland)

 Schwarzlotfarbe; schwarze, graue oder bräunliche Farben, welche bei ca. 600°C. in das Glas
 eingebrannt werden.
 Bleiruten; in H-Profil.  
 Zinn; zum verlöten
 

Arbeitsablauf für die Herstellung einer Glasmalerei
Entwurf: Am Anfang steht die Gestaltung eines Entwurfes, dieser muss klar und einfach gegliedert sein. Aus Rücksicht auf das spröde und schwer zu bearbeitende Glas, muss jede Farbe ihre bestimmte Grenze haben, da Sie später einem in feste Form geschnittenen Glasstück entspricht. Oft steht hinter dieser Arbeit ein langes Ringen, bis die endgültige Lösung gefunden wird.
Bleiriss, Schablonieren: Dort wo Farben voneinander zu trennen sind, werden auf Pauspapier und festem Schablonenpapier Linien gezogen. Diesen skelettartigen Aufbau nennt man Bleiriss. Das Schablonenpapier wird den Linien entlang mit einem Doppelklingenmesser durchschnitten (ca. 2 mm breit), dies ist der Raum, den später das Blei einnehmen wird. So hat jeder einzelne Glasteil seine eigene Schablone.
Glasauswahl: Die Auswahl der farbigen Gläser aus hunderten von Farbtönen, ist ein wichtiger und schwieriger Teil in der Entstehung eines Werkes.
Glas-Zuschnitt: Mit dem Diamantschneider, werden die ausgesuchten Gläser anhand der Schablonen zugeschnitten.
Malen: Die so vorbereiteten Gläser werden nach Bedarf, mit Schwarzlot bemalt. Figuren, Gesichter, Hände und andere Details werden aufgemalt, Schattierungen gelegt, Gewänder modelliert, Muster ausgekratzt. Bei gewissen Glasteilen, insbesondere bei Wappen muss auch geätzt werden.
Brennen: Anschliessend wird die Farbe in einem Keramikofen in die Gläser eingebrannt.
Bleien: Abschliessend werden die Glasteile mit den Bleiruten zu einem Ganzen zusammengefügt, mit Zinn verlötet, mit Leinölkitt oder einer Füllmasse verfestigt und zuletzt gereinigt.

Die neue Technik der Glascollage unterscheidet sich in der Herstellung vom oben beschriebenem einzig, das anstelle der Bleiruten, die Gläser mit einem Spezial Glaskleber auf ein Trägerglas montiert werden.

Die Glasmalerei zeichnet durch hohe Wertbeständigkeit, gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit aus.